Das Wort ” Ubuntu ” gibt es in Südafrika in allen schwarzen
Landessprachen.
Eine wörtliche Übersetzung ist nicht möglich, es drückt eine
afrikanische Lebensphilosophie aus, die man vielleicht am ehesten mit
Geschwisterlichkeit, Solidarität und Zusammengehörigkeit umreißen kann.
Ein afrikanischer Ubuntu- Philosoph definierte es folgendermaßen: “Ich
bin, weil wir sind und wir sind, weil ich bin.”
Der Einzelne ist ein harmonischer Teil der Gesellschaft und findet hier
seine Sicherheit, Kraft und Zugehörigkeit und die Gesellschaft ist nichts ohne den Einzelnen.
Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam mit Ihnen diese Philosophie
über Grenzen hinweg ausbauen könnten um damit eine Brücke zu schlagen,
zwischen unserer Wohlstandswelt und einem Südafrika, das versucht sich
von den Folgen des Unrechts der Apartheid zu befreien.
Natürlich sind es kleine, wackelige Brücken, kleine Projekte, der
sogenannte Tropfen auf dem heißen Stein und trotzdem helfen sie, dort wo
dringend Hilfe benötigt wird und mit ein bisschen Ubuntu werden wir
gemeinsam die Lebenslinien dieser Menschen ins Licht führen.
Wir, für unseren Teil übernehmen sämtliche Reisekosten und
Verwaltungskosten (Überweisungen, Porto etc.) zu 100 % und bemühen uns,
dies so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Lebenslinien e.V.
verbürgt sich für Verwaltungskosten von maximal 5 % der eingenommenen
Spenden.
Endlich! Die Serviceschule geht an den Start - Ein Traum wird wahr
Ja, wir waren zu Tränen gerührt, als sich unser Traum, an dem wir schon seit vielen Jahren arbeiten, jetzt Realität wurde. Das Projekt "Serviceschule" des südafrikanischen Institutes for Culinary Art geht endlich an den Start.
Gemeinsam mit unserer Freundin Jeanne Bloch, ist es uns gelungen, die Schulleitung des Institute of Culinary Art (ICA) - die beste Kochschule des afrikanischen Kontinents - dafür zu begeistern, den „Front of House Course", eine Serviceausbildung zur Restaurantfachkraft, durchzuführen.
Vor ca. 2 Jahren habe ich in einem Schulprojekt der MIS Starnberg zum ersten mal Cookie-Dough Mixes verkauft um dadurch Geld für einen guten Zweck zu sammeln. Die Cookie-Dough Mixes verkauften sich sehr gut und durch dieses Erfolgserlebnis wuchs in mir der Wunsch noch mehr Geld für Kinder in Not zu sammeln.
Jetzt haben wir so lange nicht aus der Schreinerei berichtet, man könnte fast denken das Projekt wurde vergessen….
Aber nein. Alles ist fertig, fix und fertig!
Natürlich hat alles unendlich viel länger gedauert als vorgesehen und unterwegs haben sich unsäglich Dramen abgespielt, aber vor 14 Tagen wurden endlich die letzten Maschinen angeliefert.
Staatskanzlei übernimmt die Ausbildungskosten für 8 Jugendliche
Mit großer Freude können wir heute vermelden, dass die bayerische Staatskanzlei mit Schreiben vom 15.11.2011 die Förderung des Service-Schule Projekts bestätigt hat.
Mit einer Spende in Höhe von 12.000,- € übernimmt die Staatskanzlei die Ausbildungskosten für acht von insgesamt 10 Jugendlichen. Die beiden anderen Plätze werden von Lebenslinien e.V. und Imbali Western Cape finanziert. Mit der Zuwendung der Staatskanzlei ist die Durchführung des Projekts, das wir aus Geldmangel schon fast absagen wollten nun doch gesichert. Wir bedanken uns bei der bayerischen Staatsregierung herzlich für die großzügige Unterstützung und berichten nun regelmäßig über den Fortgang des Projekts.
Der Startschuss fiel bereits am 01.12. bei der Abschlussfeier der Absolventen der Kylemore Highschool bei der der Direktor den überraschten Jugendlichen von der unerwarteten Chance auf eine fundierte Berufsausbildung berichtete. Bereits in der kommenden Woche beginnen die Interviews zur Auswahl der Kandidaten. Alle Beteiligten sind schon extrem gespannt zu sehen, was die Jugendlichen
aus Ihrer Chance machen werden…… Fortsetzung folgt.